Workstation und Server auf gleicher Hardware



  • Hallo,

    Ich liebäugle gerade mit dem Gedanken, mir einen Server ins Zimmer zu stellen. Besonders für Exchange, Datenaustausch/-synchronisation/-Backup, FTP-Server, ...
    Also kurzum will ich raus aus diversen Google/Microsoft/Dropbox-Clouds und auch mehr Speicherplatz für Unmengen an Raw-Fotos/Videos haben.
    Eine feste IP habe ich übrigens (genaugenommen drei), da ich in einem Studentenwohnheim mit Uninetz wohne, dafür bin ich aber nicht in einem eigenen Subnetz und habe auch keine Möglichkeit, meinen Rechner aus der Ferne hochzufahren.

    Nun kostet so ein Server aber leider etwas, mit zwei großen Festplatten ist man schnell bei 500 bis 600,-€.
    Daher meine Frage: Ist es möglich, auf meinem normalen PC (Core i7) das Serverbetriebssystem zu installieren (ich tendiere zu Windows Server 2012 Essentials) aber parallel die Möglichkeit zu haben, Win8 hochzufahren und zu benutzen. Wie ausgefeilt sind da aktuelle Virtualisierungstechniken, wie sehr wird das die Performance ausbremsen? Bzw. macht es überhaupt Sinn, immer in einer VM zu arbeiten, da als Host der Server läuft? Ich brauche auch schonmal zum Rendern/Konvertieren viel CPU-Power.
    Und bekommt der Gast dann eine extra IP von außen oder wird das alles über Ports gelöst, damit die Pakete richtig beim Host oder Gast ankommen? Wie gesagt ich bin hier im Uninetz und kann mir leider kein eigenes Subnetz aufmachen, ich darf auch keinen Router oder ähnliches betreiben.

    Hoffe ihr versteht, was ich will.
    Hier noch ein paar Specs zu meinem aktuellen System:
    Core i7 4770
    2x WD Green 3TB als Software-Raid1 (Win7-Raidfunktion)
    8GB DDR3-Ram
    250GB Samsung EVO840 SSD (wäre dann für das Gastsystem)
    80GB Intel SSD (wäre dann für den Host)

    Beste Grüße,
    Manuelito



  • Einen ähnlichen Rechner habe ich selber. Der nudelt den Linux-Kernel in 90 Sekunden durch, statt in 9+ Stunden wie ehedem.

    http://www.maximumpc.com/article/news/man_takes_picalculating_record_supercomputer_core_i7_desktop

    Kannst ihn mit normalen Serveraufgaben gar nicht überlasten, Deine Bandbreite ins Internet ist limitierend.

    Ich empfehle, für sowas einen Mini-Computer zu nehmen. Die kosten gar nicht so viel. Damit kann ich trennen. Einer ist für die Steuer da und damit ELSTER und den Bundestrojaner, wird wo nötig im Jahr mehrmals angemacht. Ein anderer ist der Brouter/CacheProxy, den kann ich transparent zwischen DSL-Modem und WLAN-Router stecken, wenn er mal kaputt ist, gehts auch ohne!). Und der dritte ist doch nur ein bootbarer USB-Stick mit dem ich mein Linux reppen kann.

    Wenn ich Deine Aufgaben hätte, würde ich sie dem Brouter übertragen. Fizzeliger Mini-PC, in der Tat ein Flepo, 11Watt. Lass die Virtualisierung sein, ist der Mühe nicht wert. In der Bucht gibt es genug Leute, die einsehen, daß sie mit ihrem Mini-PC doch nicht zocken können. Ist für sie Schrott, aber für uns Gold.

    Virtualisieren willste nur im betrieblichen Kontext, kannst dem Chef sagen, daß er an Hardware spart und musst selber mehr warten (dein Job, wie perfekt!), hast ihn zu Deinen Gunsten verarscht.



  • Danke für die Antwort, werde mir dann halt noch eine Kiste ins Zimmer stellen. Allerdings haben die ganzen Flepos, die ich gefunden habe, alle keine zwei Festplattenschächte/RAID. Gibt es sowas überhaupt im Minicomputer-Segment?

    Zu deinem Vorschlag der Netzstruktur: Ich habe hier weder DSL-Switch noch Router, noch dürfte ich einen Brouter aufstellen. Werde dann halt Server, Workstation, Laptop, ... im "großen" 255.255.252.0-Subnetz des Wohnheimes betreiben und so abschotten, dass ich nur von meinen Rechnern da drauf kann.
    Was meine Bandbreite ins Internet angeht, das ist eine Gigabit-Leitung, also nicht unbedingt begrenzend. (Außer natürlich auf der Gegenseite, von wo auch immer ich dann auf meinen Server zugreifen möchte)

    Und Chef verarschen ist, da ich mein eigener Chef bin, keine gute Idee 😉


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