Tutorial - Ist ein Lerneffekt vorhanden?



  • meiner meinung nach am wichtigsten ist, dass du keinen quelltext ins tutorial integrierst, und am besten auch gar nicht zum download bereitstellst 🙂

    denn dann kommen die leute, copy paste....wenns gut geht funktionierts und sie könnens verwenden ohne etwas zu verstehen, wenns nicht gut geht kommen dann die lustigen beschwerden/hilferufe warum das und das nicht geht....obwohls zu solchen sachen (compilereinstellungen etc.) eh genug tutorials gibt

    bestes beispiel dazu: nehe
    bei den anfänger zwar ur beliebt weil sie einfach alles kopieren können.....aber glaub nicht das wirklich viele etwas daraus gelernt haben.

    klar...man braucht das eine und das andere...aber ich denke du willst das andere 😉



  • TGGC schrieb:

    Ich habe bis jetzt nur an eine online Version gedacht. Wäre denn eine offline Version besser?

    Eine Online-Version hat technisch gesehen sicherlich bestechende Vorteile. Aber trotzdem tritt ein Tutorial immer gegen ein Buch an - und das ist offline lesbar. Mitnehmbar auf dem Laptop, oder auch als Papier... daher sollte ein Tutorial meiner Meinung nach immer auch offline lesbar sein und sich gegen den Ausdruck nicht allzusehr sperren (wenn man viele Seitenfragmente oder Bilder hat wird ein Ausdruck rasch eine Qual...).



  • TGGC schrieb:

    Daher frage ich mich, ob man überhaupt aus einem Tutorial lernen kann, wie man selbstständig arbeitet.

    IMHO nein. Das, was ich unter einem "Tutorial" verstehe, ist IMHO eigentlich eher schlecht geeignet, um überhaupt etwas zu lernen. Aber definiere doch erstmal, was du eigentlich unter einem "Tutorial" verstehst. Vielleicht ist das ja etwas ganz anderes.



  • Also die Anfänger haben es doch leicht genug, oder?
    Ich denke, ein wenig darf man von denen auch erwarten, wenn sie meinen, es nicht nötig zu haben, die Übungen zu machen, ist es eben ihr Problem...

    MfG MAV



  • @Marcus: Da hast du bestimmt auch wieder recht. Ich denke die Motivation der Idee war viel eher der Gedanke, dass jmd einfach den beispiel code ü¨bernimmt ohne etwas verstanden zu haben...

    -junix



  • Ich habe eine php Seite (mein neues Lieblingsspielzeug 😉 geplant, die eine kapitelweise Navigation erlaubt und die Texte zu den einzelnen Kapiteln wiederum aus einzelnen Dateien holt. Eine Druckansicht könnte ich da eigentlich recht simpel einbauen. Aber bei 'ner Offline-Version wäre natürlich die Navigation kaputt.

    @tomf: Einen kompletten Quelltext hatte ich auch nicht vor, Ausschnitte jedoch schon.

    Bye, TGGC (Hast du's drauf?)



  • wenn du eine pdf version machst kannst du doch die einzelnen kaptiel als lesezeichen machen, somit bleibt die navigation doch erhalten.



  • Ich meinte, wenn man einfach die erzeugten html-Seiten lokal speichert. In einem pdf wäre ohnehin alles zusammen, da wäre Navigation nicht nötig. Vielleicht könnte man das php-Script einfach noch so erweitern, das man alles insgesamt anzeigen kann. Dies kann man dann prima speichern, und wer möchte auch in *.pdf wandeln.

    Bye, TGGC (Hast du's drauf?)



  • TGGC
    ****

    Tutorial hin oder her...ich frag eher so "Hast du's drauf" ein Tutorial zu schreiben? Nicht vom Wissen her das hast du ja, sondern überhaupt von der Art jmdem etwas zu vermitteln. Bist du didaktisch so versiert ein "gutes" Tutorial auf die Beine zu stellen?

    bye

    tt



  • Nö. Habe leider keine Ausbildung als Pädagoge o.ä. Habe nur Grundwissen auf dem Gebiet der Lernersoftware.

    Bye, TGGC (Hast du's drauf?)



  • jo aber meine Frage hast du damit nicht beantwortet. Damit man anderen etwas gut vermitteln kann muss man nicht Lehramt studiert haben.
    Ich bin halt nur etwas skeptisch, weil es viel zu viel schlechte "Tutoriale" im Internet gibt.

    An welche Zielgruppe soll es denn gerichtet sein? Anfänger, Fortgeschrittene, Profis?

    bye

    tt



  • Ich habe die Frage doch beantwortet: "Nö" bedeutet nein.

    Bye, TGGC \-/



  • ah so, na dann reicht auch gut kommentierter Quelltext.

    bye

    tt



  • TheTester schrieb:

    ah so, na dann reicht auch gut kommentierter Quelltext.

    Warum nicht probieren? Wenns nix wird, wird man das schon früh genug erfahren. Und wenn es etwas wird: ist doch super.



  • ich glaub für ein programmier tutorial ist guter schreibstil wohl eher zweitrangig......solange er rüberbringt wie das ganze funktioniert



  • kommentar am rande:

    ich vermisse in vielen tutorials das warum
    es steht oft drin mach dies und mach jenes dann funktionierts aber es wir
    selten vermittelt aus welchem grund man es gerade so macht
    den grund findet man dann meist erst später wenn man ne weile damit arbeitet

    TotWGPG is ein gutes beispiel das viel vermittelt und wenig einfach nur vorschreibt

    am besten is wohl ne ausgeglichene mischung aus fakten, praxis, hintergrundwissen und ne prise humor

    hab neulich auch n kleines minnitut geschrieben
    wie findet ihrs?
    http://www.euro-games.net/files/ez/pdf/speicher_debuggen.pdf



  • tomf schrieb:

    ich glaub für ein programmier tutorial ist guter schreibstil wohl eher zweitrangig......solange er rüberbringt wie das ganze funktioniert

    Nein, das denke ich nicht. Viele Skripte zu IT-Themen von Hochschulprofessoren sind inhaltlich wirklich sehr sehr gut. Aber kaum lesbar. Staubtrocken, und es kommt keine Beziehung zwischen Autor und Leser zu Stande.

    Ich bin der Meinung, daß gerade ein Lehrbuch beim Leser eine Stimmung aufkommen lassen muß wie "Ich lese nur noch dieses Kapitel, dann gehe ich ins Bett. Oh. Schon so spät?". Der Leser muß widerstrebend aufhören zu lesen, weil er was anderes tun muß.

    D.h. es ist wichtig eine Abwechslung reinzubringen, und auch einen Spannungsbogen aufzubauen - d.h. eine gewisse Menge an ungelösten Problemen aufbauen und erst nach und nach auflösen. Der Leser kann sich daran dann selbst versuchen, oder weiterlesen.

    Nix schlimmeres, als ein Buch das nach dem Schema 1.1.3.4 Die Initialisierung der DirectX(TM)-Schnittstelle 1.1.3.5 Erstmalig in den Grafikmodus schalten 1.1.3.6 Einfache Linien im Grafikmodus zeichnen vorgeht.

    Meiner Meinung nach unterscheidet sich ein gutes Fachbuch gar nicht so stark von einem Roman - es muß einen Handlungsfaden geben, alles hängt zusammen, es gibt ein Happy End, es gibt beim Leser einen Spannungsbogen, er WILL weiterlesen, und zwischenzeitliche Erfolge ("ich wußte es, der Gärtner war's, die Sau").

    Dieses Buch hier http://www.c-plusplus.net/titelanzeige.php?ISBN=3446194320 ist sicherlich ein Extrembeispiel dafür, was man aus einem Fachbuch alles machen kann.

    Btw - ein Tutorial unterscheidet sich wohl in erster Linie vom Fachbuch nur durch die Form der Veröffentlichung.



  • Marcus du darfst auch dein Buch erwähnen, das ist auch sehr locker und persönlich
    geschrieben und du sprichst oft einfach direkt aus was du denkst bzw. viele denken
    aber es wird nie direkt erwähnt. Mir fällt zwar grad kein Beispiel mehr ein, aber
    bei einigen der Fragen in deinem Buch dachte ich mir auch, ja genau warum und wenn
    dann einem endlich mal wer die Antwort sagt wieso überhaupt so, dann ist man wirklich
    froh 🙂

    TGGC ich werde dein Tutorial auf jeden Fall lesen 🙂



  • ShadeOfMine
    ***********

    Warum nicht probieren? Wenns nix wird, wird man das schon früh genug
    erfahren. Und wenn es etwas wird: ist doch super

    🙂 ok.

    allgemein
    *********

    Ich bin auch immernoch der Meinung es hängt von der Zielgruppe ab die damit erreicht werden soll. Ich pers. bin zb. nicht so der Freund von kumpelhaften Büchern. Man kann ein Buch sicher auch so "angenehm" gestalten ohne überflüssige Witzchen usw.. Allein durch die präsentierten Inhalte, in ihrer Art der Aufbereitung usw. . Aber wie schon gesagt welche Zielgruppe? Studenten? Hobbycoder? Jugendliche im Bereich 14-16? Und da fängts dann an, was kann ich als Autor von denen erwarten, was könnten sie wissen, was sind sie sich bereit anzueignen, was können sie verstehen. Wenn ich ein Tutorial für zb. Java verfasse und dort mit allem Objektorientiertem Schnickschnack und diversen Design und Coding Modellen arbeite. Kann ich erwarten das der Leser das kennt? Wie siehts mit der Vorbildung aus etc.

    bye

    tt



  • @TheTester: Sicher hast du recht, dass man die Zielgruppe abgrenzen sollte. (Bei meinen Tutorien versuche ich das meist durch einen Prolog in dem ich das was in dem Tutorial zu erwarten ist skizziere zu erschlagen). Was allerdings den Stil anbelangt, so denke ich, dass "locker flockig geschrieben" nicht bedeutet, dass man aus dem Buch eine Witzfiebel macht. "locker flockig" fängt schon bei etwas ganz trivialem wie der Anrede an. (Schreibe ich "du" oder "sie"?) bzw. den Sichtpunkt: (Sie, Du oder Wir?).

    Ich für meinen Teil z.B. bevorzuge das "wir". Es vermittelt einem weniger das Gefühl, von einem Lehrer angesprochen zu werden als viel mehr das Gefühl eines "Gemeinsam mit dem Autor erarbeitens". (Ich habe das zwar bei meinen auch immer zu Ziel allerdings krieg ich nie feedback ob ich das auch hingekriegt habe (o: Nichtsdestotrotz hab ich schon einige (Fach-)Bücher gelesen in unterschiedlichsten Stilen und obige Aussage ist eher eine Erkenntnis aus der "Selbstbeobachtung")
    Ich denke auch, wenn man den Vorsatz "gemeinsam mit dem Lesenden Erarbeiten" zum Ziel nimmt, dass dann die Problematik, dass nicht erklärt wird "wieso" abnimmt.

    Ich finde Marc++us hat absolut recht. Ein gutes Fachbuch unterscheidet sich nur minimal von einem Roman. Man muss irgendwo einen guten Mix finden finden aus "romartigem" Schreibstil und Sachlichkeit.

    -junix


Anmelden zum Antworten