Medieninformatik Studium
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123 schrieb:
zeigt ja die kompetenz
...des erstsemester-studenten, der die webseite gemacht hat.
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Meine Vorurteile gegenüber Buntstiftinformatikern werden durch die Seite auf jeden Fall nicht entkräftet
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Buntstiftinformatiker
geil.
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Kommt man bei Medieninformatik weitestgehend ohne Mathematik aus ?
Falls ja wäre das recht interessant
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PhilippW schrieb:
Kommt man bei Medieninformatik weitestgehend ohne Mathematik aus ?
Falls ja wäre das recht interessantJa, für Sonderschüler
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Auch für andere die kein Interesse an Mathematik, dafür aber umso mehr an Design/Webwelt und IT haben...
Ein Autor oder ein kreativer ist ja nicht zwangsläufig dümmer als ein mathematiker.
Ich selbst hatte in Informatik immer eine 1, konnte gut logisch denken - war auch relativ erfolgreich in Schach und anderen logikbasierten spielen.
Dennoch hat mich mathematik immer gelangweilt, und ich hatte ab einer bestimmten jahrgangstufe dauerhaft ne 4 bzw. nen unterkurs.. Im Mathe Unterricht bzw. bei mathematischen Themen gab es bei mir immer nur zwei zustände: 1) Ich verstehe es komplett, langweile mich dadurch zu tode - da es 0 kreative komponenten enthält und alles immer zwangsläufig "logisch" sein muss.. wenn ichs verstanden hab ist es so leicht das ichs zum kotzen finde und nach länger als 30 mins mathe die hasskappe kriege
2) Ich verstehe es nicht und es nervt mich einfach nur, beschäftige mich dann so lange damit bis ichs zum minimal erforderlichen grad verstanden habe und mich wieder wichtigeren dingen widmen konnte..Mit sprachen dagegen hatte ich kein problem, sprachliche gebilde zu schaffen macht spaß und oftmals nie 100% ig das selbe... ich konnte seitenlange texte schreiben zu themen die mich interessieren.
So auch in der IT, ich habe keine probleme damit nen programm zu schreiben (auch wenns nicht soo spannend ist) nochweniger habe ich probleme damit mich stundenlang durch dicke bücherschinken zu kämpfen, versteckte sachen bei google oder in der MSDN zu suchen oder mich durch admin dialoge und server / netzwerk settings zu kämpfen.... aber mathe ? ne danke
Mein Informatik und Mathe Lehrer aufm Gym war damals irgendwie verwundert wie ich gleichzeitig ne 1 in Informatik und ne 5 in Mathe haben konnte...
noch ein phänomen:
um 1 seite DIN A4 Formelsammlung auswending zu lernen hab ich ne woche gebraucht... für 1500 vokabeln 2 tage...
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PhilippW schrieb:
Ein Autor oder ein kreativer ist ja nicht zwangsläufig dümmer als ein mathematiker.
Doch. Übrigens sind die Mathematiker die Kreativen.
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Siehe auch Studiengang Zahlenmathematik
Profil des Studiengangs
Ziel des Bachelor-Studiengangs „Zahlenmathematik“ ist es, eine breite Befähigung für verschiedene Tätigkeiten und Berufsfelder und zugleich die Basis für weiterführende Masterstudiengänge zu vermitteln.
Der Abschluss soll den Absolventinnen und Absolventen unserer Fachhochschule (FH) bereits nach drei Jahren den Berufseinstieg ermöglichen. Aus diesem Grunde nimmt die Vermittlung von grundlegenden praktischen Fähigkeiten im Studium der Zahlenmathematik an unserer FH einen großen Raum ein.
Gleichzeitig umfasst das Studium aber auch Fächer, die Abstraktionsvermögen und wissenschaftliches Denken fördern. Diese Fächer legen einerseits die Basis, auf der eine mögliche Weiterbildung durch einen Master-Studiengang aufbauen kann und fördern gleichzeitig die Fähigkeit in einer komplexen Umwelt eigenständige, innovative Lösungen zu entwickeln.
Neben der Ausbildung in den Kernbereichen „angewandtes Rechnen“ und „Zahlenbewertung“ vervollständigen Kompetenzen in Kommunikation, Informatik, Sprachen, BWL, Recht und vor allem die anhand vieler Projekte geförderte Teamfähigkeit die Ausbildung.
Die hier erworbenen Fähigkeiten sind für die Anwendung des erlernten Wissens in der Praxis fundamental.
Abschluss
Bachelor of Science (B.Sc.)
Adresse
Fachhochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld
Postfach 13 80
55761 BirkenfeldTelefon: +49 6782 17-1819
Telefax: +49 6782 17-1317WWW: www.umwelt-campus.de
E-Mail: ucb-service(at)umwelt-campus.de
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PhilippW schrieb:
Ich selbst hatte in Informatik immer eine 1, konnte gut logisch denken - war auch relativ erfolgreich in Schach und anderen logikbasierten spielen.
Dennoch hat mich mathematik immer gelangweilt, und ich hatte ab einer bestimmten jahrgangstufe dauerhaft ne 4 bzw. nen unterkurs..
Du verwechselst da zwei Dinge:
Mathematik und den Schwachsinn, den die Schule Mathematik nennt.
Ich will jetzt keine Diskussion über Sinn oder Unsinn unseres Schulunterrichts anfangen, aber das was einem in der Schule reingehämmert wird (ala "lern die Formel und setze ein") hat ja sowas von wenig mit richtiger Mathematik zu tun. Mathematik erfordert vor allem Kreativität und Ideenreichtumg. Die Kenntnis von massig Sätzen ist zweit- wenn nicht gar drittrangig. Die wichtigen Sätze setzen sich von selbst, wenn man damit umgeht (ich würde so weit gehen, wichtige Sätze darüber zu definieren). Die Zahl des Auswendiggelernten in meinem bisherigen Studium (Mathematik) ist vermutlich einstellig, mir fielen gerade nur ein paar dämliche Sätze aus der Stochastik/Statistik ein (und ich denke, selbst diese paar Ausnahmefälle gehören weg).
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Und ich würde Mathematik auch auf keinen Fall mit "logisch denken" gleichsetzen.
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Kenner der schrieb:
PhilippW schrieb:
Ein Autor oder ein kreativer ist ja nicht zwangsläufig dümmer als ein mathematiker.
Doch. Übrigens sind die Mathematiker die Kreativen.
...wenn sie sich nicht gerade mit irgendwelchen formalismen rumplagen.
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+fricky schrieb:
Kenner der schrieb:
PhilippW schrieb:
Ein Autor oder ein kreativer ist ja nicht zwangsläufig dümmer als ein mathematiker.
Doch. Übrigens sind die Mathematiker die Kreativen.
...wenn sie sich nicht gerade mit irgendwelchen formalismen rumplagen.
ähm. gerade dann sind die am kreativsten!
denn mathematiker sind stinkfaul! und die besten tricks entspringen dem dringenden bedürfnis, mal schnell ein bis zwei jahre einen eleganten ausweg aus einem bestimmten formalsumpf zu suchen, damit man dann immer wieder jedesmal fünf minuten sparen kann, wenn man sowas nochmal braucht.
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+fricky schrieb:
Kenner der schrieb:
PhilippW schrieb:
Ein Autor oder ein kreativer ist ja nicht zwangsläufig dümmer als ein mathematiker.
Doch. Übrigens sind die Mathematiker die Kreativen.
...wenn sie sich nicht gerade mit irgendwelchen formalismen rumplagen.
Die Formalismen sind wichtig, denn ein gute gewählter Formalismus kann bestimmte Gebiete erst zugänglich machen. Denk doch mal an unser Stellenwertsystem beim Notieren der Zahlen (ok, du solltest dir vielleicht noch alternative Notationen anschauen die verwendet wurden bevor das Stellenwertsystem "erfunden" wurde).
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volkard schrieb:
+fricky schrieb:
Kenner der schrieb:
PhilippW schrieb:
Ein Autor oder ein kreativer ist ja nicht zwangsläufig dümmer als ein mathematiker.
Doch. Übrigens sind die Mathematiker die Kreativen.
...wenn sie sich nicht gerade mit irgendwelchen formalismen rumplagen.
ähm. gerade dann sind die am kreativsten!
ja, innerhalb eng gesteckter grenzen. das ist doch traurig, oder? nix behindert kreativität so sehr, wie ein strenges regelwerk. aber zum glück gibts, zumindest gabs, selbst unter mathematikern leute, die kreativ sein können (wie z.b. cantor, galois, usw. die haben zuerst was 'gesehen', bevor sie's formalisieren konnten). wie sagte mal jemand sinngemäss: 'mathematik ist eine wunderbare wissenschaft, aber die mathematiker taugen den henker nicht'.
Oh fricky, gibs auf schrieb:
Die Formalismen sind wichtig, denn ein gute gewählter Formalismus kann bestimmte Gebiete erst zugänglich machen.
das ist natürlich auch wahr. es ist eben, wie so vieles, eine zweischneidige sache.
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Es gibt keine "Regeln" in der Mathematik, nur im Schulunterricht.
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sdfdsfsdf schrieb:
Es gibt keine "Regeln" in der Mathematik, nur im Schulunterricht.
http://www.zeit.de/online/2008/04/mathematik-utopiedanke, interessanter artikel. da steht aber auch:
Und doch ist diese Freiheit eine Utopie [...] Die mathematische Freiheit ist eine Idee, die nie rein umgesetzt wird. Aber sie gibt der Disziplin Kraft.
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+fricky schrieb:
volkard schrieb:
+fricky schrieb:
Kenner der schrieb:
PhilippW schrieb:
Ein Autor oder ein kreativer ist ja nicht zwangsläufig dümmer als ein mathematiker.
Doch. Übrigens sind die Mathematiker die Kreativen.
...wenn sie sich nicht gerade mit irgendwelchen formalismen rumplagen.
ähm. gerade dann sind die am kreativsten!
ja, innerhalb eng gesteckter grenzen. das ist doch traurig, oder? nix behindert kreativität so sehr, wie ein strenges regelwerk. aber zum glück gibts, zumindest gabs, selbst unter mathematikern leute, die kreativ sein können (wie z.b. cantor, galois, usw. die haben zuerst was 'gesehen', bevor sie's formalisieren konnten). wie sagte mal jemand sinngemäss: 'mathematik ist eine wunderbare wissenschaft, aber die mathematiker taugen den henker nicht'.
Je nach Fall ist der Formalismus nützliche Hilfe zur Ideenfindung oder Mittel, sich auszudrücken.
Ein guter Teil der Inspiration kommt auch bei Mathematikern oft wo anders her, wird aber maßgeblich durch Formalismen gestützt. Stell dir einen Künstler vor, dem ein gar wunderbares Bild vorschwebt, dem aber sonst die Mittel fehlen, es jemals umzusetzen (das muss nicht nur am Geld liegen).
Die genannten Mathematiker wurden durch kein mathematisches Regelwerk eingezwängt (im Falle Galois' auch nur durch _gesellschaftliche_ Regeln). Heutige Mathematiker leisten genausoviel wie die vor 200 Jahren, wenn nicht mehr (anders als damals tun es viele als Vollzeitbeschäftigung). Wo siehst du überhaupt Regeln, die den freien Geist einschränken¿ Ich sehe nur gesellschaftliche, keine mathematischen (und einige der gesellschaftlichen Regeln kommen daher, dass die Gesellschaft keine Ahnung hat, was Mathematiker eigentlich tun).+fricky schrieb:
sdfdsfsdf schrieb:
Es gibt keine "Regeln" in der Mathematik, nur im Schulunterricht.
http://www.zeit.de/online/2008/04/mathematik-utopiedanke, interessanter artikel. da steht aber auch:
Und doch ist diese Freiheit eine Utopie [...] Die mathematische Freiheit ist eine Idee, die nie rein umgesetzt wird. Aber sie gibt der Disziplin Kraft.
Mit Verlaub, das Zitat wurde aus dem Zusammenhang gerissen:
Zeit schrieb:
Und doch ist diese Freiheit eine Utopie. Nicht jede frei gewählte Notation, Annahme oder Umwandlungsregel ergibt etwas Sinnvolles, etwas Interessantes, und auch nicht unbedingt einen Forschungsauftrag. Die mathematische Freiheit ist eine Idee, die nie rein umgesetzt wird. Aber sie gibt der Disziplin Kraft.
Hier wird also nicht die Freiheit an sich besprochen, sondern nur die Sackgassen, in die man versehentlich geraten kann. Eine wahrlich gute Idee aber wird selten zur Sackgasse, manchmal aber etwas ganz anderes als erwartet.
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ZetaX schrieb:
Die genannten Mathematiker wurden durch kein mathematisches Regelwerk eingezwängt (im Falle Galois' auch nur durch _gesellschaftliche_ Regeln).
nö, seine brillianten theorien hat zu lebzeiten keiner ernst genommen, obwohl er versucht hat, was zu veröffentlichen. aber bei seinen starrköpfigen kollegen stiess alles auf ablehnung.
ZetaX schrieb:
Wo siehst du überhaupt Regeln, die den freien Geist einschränken¿ Ich sehe nur gesellschaftliche, keine mathematischen
in der mathematik läuft's etwa so ab: erst werden irgendwelche abstrakten objekte definiert, dann sucht man nach eigenschaften und versucht sie zu beweisen. dabei muss sich derjenige auf bekanntes wissen stützen und darf sich keine widersprüche einhandeln. das ist nicht besonders kreativ, d.h. die kreativität ist auf einen ziemlich kleinen bereich eingeschränkt, wo zu allem überfluss noch exaktheit gefordert ist. 'echte kreativität' fragt nicht nach dem sinn, nach zusammenhängen und schert sich einen dreck um logik. dafür ist später immer noch zeit, wenn's überhaupt interessiert. stell dir vor, ein musiker würde komponieren, indem er nebenbei formeln hinkritzelt und mit gleichungen jongliert, weil er einen formalen beweis für seine musik braucht. das wäre ja lächerlich.
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+fricky schrieb:
stell dir vor, ein musiker würde komponieren, indem er nebenbei formeln hinkritzelt und mit gleichungen jongliert, weil er einen formalen beweis für seine musik braucht. das wäre ja lächerlich.
endlich weiß ich, wie einfach das komponieren ist und kann solchen unfug wie http://www.hfm.saarland.de/brandmueller/Komponieren.html aus den bookmarks löschen. danke fricky.
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+fricky schrieb:
ZetaX schrieb:
Die genannten Mathematiker wurden durch kein mathematisches Regelwerk eingezwängt (im Falle Galois' auch nur durch _gesellschaftliche_ Regeln).
nö, seine brillianten theorien hat zu lebzeiten keiner ernst genommen, obwohl er versucht hat, was zu veröffentlichen. aber bei seinen starrköpfigen kollegen stiess alles auf ablehnung.
Ach, die gesellschaftlichen Probleme (waren es ja) sind also der Mathematik anzulasten¿ Galois' Werk war inhaltlich durchaus exakt und korrekt, das Scheitern lag also definitiv nicht daran, dass diverse Leute nur "mathematisches" akzeptierten. Eher saßen da dämliche Sturköpfe rum, die Galois selbst oder sein Werk aus rein subjektiven Gründen nicht zu würdigen wussten.
Du verwechselst hier schlicht und einfach die Disziplin mit ihren seit 200 Jahren toten Vertretern.+fricky schrieb:
in der mathematik läuft's etwa so ab: erst werden irgendwelche abstrakten objekte definiert, dann sucht man nach eigenschaften und versucht sie zu beweisen. dabei muss sich derjenige auf bekanntes wissen stützen und darf sich keine widersprüche einhandeln.
Das ist schlicht falsch. Wenn er das toll findet darf er auch das Rad neu erfinden; es ist schlicht einfacher für ihn, manchmal auf bereits vorhandenes zurückzugreifen. Er tut das dann freiwillig, um mehr Zeit darauf verwenden zu können, sich mit seinen eigentlichen Ideen zu befassen. Künstler übernehmen auch Techniken, bauen ihre Pinsel nicht selbst; sie dürfen, wenn sie wollen, aber sie sind zu nichts gezwungen.
Und definiert wird, was gerade gefällt. Die meisten Definitionen ergeben dich recht natürlich, trotzdem steht es frei, auch abstrusere Dinge zu versuchen. Mathematik wäre das letzte Gebiet, wo sich jemand über die Sinnlosigkeit eines Werkes beschwert (das geschieht selbst in der Kunst noch eher). Jegliche solche Beschwerden kommen von außen, wenn Leute mal wieder meinen, sowas muss einen direkt absehbaren Zweck erfüllen; diese Forderungen stammen dann aber eben nicht von Mathematikern.+fricky schrieb:
das ist nicht besonders kreativ, d.h. die kreativität ist auf einen ziemlich kleinen bereich eingeschränkt, wo zu allem überfluss noch exaktheit gefordert ist. 'echte kreativität' fragt nicht nach dem sinn, nach zusammenhängen und schert sich einen dreck um logik. dafür ist später immer noch zeit, wenn's überhaupt interessiert.
Wie gesagt, niemand in der reinen Mathematik fragt nach dem Sinn. Zusammenhänge ergeben sich im Lauf der Zeit von selbst. Die Sinnfrage hast einzig und allein du gestellt. Ansonsten siehe den vorhergehenden Absatz.
+fricky schrieb:
stell dir vor, ein musiker würde komponieren, indem er nebenbei formeln hinkritzelt und mit gleichungen jongliert, weil er einen formalen beweis für seine musik braucht. das wäre ja lächerlich.
Formeln hinkritzeln = Noten niederschreiben.
Mit Gleichungen jonglieren = Wirkung und Klang austesten.
Formalen Beweis angeben = Diverse "bekannte" Methoden verwenden (z.B. Dreiklänge); Publikumswirkung betrachten.So, wo ist jetzt der Unterschied¿
Übrigens besteht ein Unterschied zwischen "formal" und "computerlesbar". Was die Mathematik durchgehen lässt ist weit weg von extremster Exaktheit, sondern es kommen durchaus auch "anschauliche" Argumente vor (welche sich erstmal nur auf Erfahrung stützen; manchmal stellt sich die Erfahrung als falsch heraus, oft auch als richtig).Aber mal eine Frage: Hast du dich jemals ernsthaft mit Mathematik befasst¿