Steuerhinterzieher-CD



  • Außerdem können die Steuerhinterzieher kaum auf Datenschutz pochen, die Daten hätten schließlich eigentlich dem Finanzamt angegeben werden müssen.

    Wie kann es ein Recht auf Datenschutz geben gegenüber Daten, die laut Gesetzt angegeben werden müssen?

    Das wäre so als wenn ich einem Polizisten nicht meinen Ausweis zeigen wollte und mich auf den Datenschutz berufe.



  • Schneewittchen schrieb:

    Warum ist es selbstverständlich, dass ein Arbeitnehmer im Falle von Arbeitsplatzverlust & Hartz4 komplett durchleuchtet wird, aber bei den GROßEN Steuerhinterziehern wird auf Datenschutz bestanden?
    Hat der kleine Mann kein Recht auf Datenschutz oder ist Datenschutz einkommensabhängig?
    Das ist jetzt zwar zum Großteil Populismus, aber zum Teil auch eine berechtigte Frage.

    Populismus? Trollerei meinst du wohl. Fast wär ich drauf reingefallen.



  • Was regt Ihr Euch auf wegen hinterzogenen Steuern in Höhe von einer Zahl mit vielleicht 8 Nullen? Der Staat haut selbst Beträge mit noch viel mehr Nullen heraus zu Lasten aller!



  • Tippo schrieb:

    Zähle doch mal alle dir bekannten Möglichkeiten auf, wie der Informant in den Besitz der Daten gekommen ist, ohne diese zu stehlen.

    Ich warte gerne 🙂

    Er war Mittelsmann/Laeufer. Damit hat er sich vll. der Beihilfe zur Steuerhinterziehung oder so schuldig gemacht, aber von Datenklau kann keine Rede sein. Und nun denunziert er.

    Zufrieden?



  • Warum nicht so tun als würde man zahlen, und bei der Geldübergabe zuschlagen und beides einkassieren - Hollywood like 😃



  • Vielleicht gibts auch gar keinen Informanten und das Finanzamt wartet jetzt nur drauf, dass die Schisser gestehen. 🤡



  • scrub schrieb:

    Meine Einschätzung als juristischer Laie: Ich habe mal gehört, daß es erlaubt ist (vielleicht ist es inzwischen auch verboten worden), mit Daten zu handeln. Vom Bankgeheimnis habe ich gehört, daß es abgeschafft wurde. Das heißt, Bankdaten und Bankkundendaten sind vermutlich nicht besser geschützt als Daten von Schuhläden und Autowerkstätten. Also vermutlich gar nicht. Das heißt, ich schätze das insbesondere so ein, daß es eine spezielle Regelung wie z.B. beim Berufsgeheimnis für Ärzte, Juristen etc. nicht gibt.

    Es geht aber um schweizer Konten und da ist schweizer Rechtssprechung anzuwenden und da ist es nicht erlaubt.

    Die deutsche Staatsanwaltschaft hat (wenn man Staatsverträge ignoriert) genauso viele Rechte in der Schweiz wie jeder andere deutsche Bürger.



  • Beobachter schrieb:

    scrub schrieb:

    Meine Einschätzung als juristischer Laie: Ich habe mal gehört, daß es erlaubt ist (vielleicht ist es inzwischen auch verboten worden), mit Daten zu handeln. Vom Bankgeheimnis habe ich gehört, daß es abgeschafft wurde. Das heißt, Bankdaten und Bankkundendaten sind vermutlich nicht besser geschützt als Daten von Schuhläden und Autowerkstätten. Also vermutlich gar nicht. Das heißt, ich schätze das insbesondere so ein, daß es eine spezielle Regelung wie z.B. beim Berufsgeheimnis für Ärzte, Juristen etc. nicht gibt.

    Es geht aber um schweizer Konten und da ist schweizer Rechtssprechung anzuwenden und da ist es nicht erlaubt.

    Die deutsche Staatsanwaltschaft hat (wenn man Staatsverträge ignoriert) genauso viele Rechte in der Schweiz wie jeder andere deutsche Bürger.

    Die Schweiz hat Gesetze gemacht, die bewusst darauf aus sind, den deutschen Staat zu schädigen und die Grundlagen (Steuern) des staatlichen Handelns zu unterwandern. Und daran sollen wir uns halten?



  • Beobachter schrieb:

    scrub schrieb:

    Meine Einschätzung als juristischer Laie: Ich habe mal gehört, daß es erlaubt ist (vielleicht ist es inzwischen auch verboten worden), mit Daten zu handeln. Vom Bankgeheimnis habe ich gehört, daß es abgeschafft wurde. Das heißt, Bankdaten und Bankkundendaten sind vermutlich nicht besser geschützt als Daten von Schuhläden und Autowerkstätten. Also vermutlich gar nicht. Das heißt, ich schätze das insbesondere so ein, daß es eine spezielle Regelung wie z.B. beim Berufsgeheimnis für Ärzte, Juristen etc. nicht gibt.

    Es geht aber um schweizer Konten und da ist schweizer Rechtssprechung anzuwenden und da ist es nicht erlaubt.

    Wenn in Deutschland lebende Deutsche, deutsche Gesetzte - unter Zuhilfenahme der Schweiz - brechen, dann ist mir schweizer Rechtsprechung ziemlich schnuppe.



  • Thracian schrieb:

    Die Schweiz hat Gesetze gemacht, die bewusst darauf aus sind, den deutschen Staat zu schädigen und die Grundlagen (Steuern) des staatlichen Handelns zu unterwandern. Und daran sollen wir uns halten?

    Hallo! Geht's noch? Das Gesetz gilt für Schweizer wie für Ausländer gleichermaßen. Warum ist das denn ein Gesetz um Deutschland zu schädigen?

    Es ist nicht abwegig eine Kontodurchsuchung auf eine Stufe mit einer Wohnungsdurchsuchung zu stellen und die selben rechtlichen Voraussetzungen zu fordern. Nur weil in Deutschland Datenschutz einen so niedrigen Stellenwert hat heißt das noch lange nicht, dass das in anderen Staaten auch so ist.

    Steuerhinterziehung ist auch in der Schweiz strafbar. Aber anstatt der schweizer Justiz ausreichend Indizien zu liefern um Ermittelungen aufnehmen zu dürfen und die Konten durchleuchten zu können, setzt man sich in Deutschland wohl lieber selbstherrlich über die Gesetze anderer Staaten hinweg.

    Apollon schrieb:

    Wenn in Deutschland lebende Deutsche, deutsche Gesetzte - unter Zuhilfenahme der Schweiz - brechen, dann ist mir schweizer Rechtsprechung ziemlich schnuppe.

    Wenn jetzt Geheimdienste auf einmal in Deutschland einfach mal so Wohnungen von Landsleuten durchsuchen, dann ist das aber auch in Ordnung oder? Es handelt sich juristisch gesehen um den selben Fall.



  • Nun ich wüste noch eine möglichkeit wie er legal an die daten gekommen sein könnte.
    Die betroffenen haben sie freiwillig raus gegeben...
    oder vllt auch nur mehr oder weniger... Im suff oder so...
    Ist unwahrscheinlich aber es besteht die möglichkeit...

    Was mich dann noch interessieren würd, wenn es um einen Mord oder so geht, kriegen die ermittler ja auch ärtzliche daten. Ich nehme an legal. Kann es nicht auch so mit bankdaten geschehen?



  • Sqwan schrieb:

    Was mich dann noch interessieren würd, wenn es um einen Mord oder so geht, kriegen die ermittler ja auch ärtzliche daten. Ich nehme an legal. Kann es nicht auch so mit bankdaten geschehen?

    Generell kommt an die Daten des Landes nur die Staatsanwaltschaft dieses Landes, wenn sie die gesetzlichen Bestimmungen dieses Lands erfüllt. Meistens bedeutet das sie einen Anfangsverdacht begründen können muss und dies von einem Gericht abgesegnet wird. (Deutschland ist da eine Ausnahme.)

    Was eine ausländische Staatsanwaltschaft natürlich tun kann, ist ihren Kollegen ausreichend belastendes Material zukommen lassen, damit diese ihren Anfangsverdacht begründen können. In einem Mordfall ist das in der Regel sehr einfach.



  • Um noch mal auf die legalen möglichkeiten zu kommen.
    Ich hab nie so drüber nachgedacht, aber es gibt verdammt viele.

    Wenn ich alleine darüber nachdenke wie viele leute wohnungen unversteuert vermieten. Wenn das einer mit bekommt.

    Und selbst für schweiter konten. Es gibt sicher genug leude die die besagten steuerhinterzieher kenne. Eine gescheiterte liebe? diese sollte bescheid wissen. Aber auch andere bekannte, die neidisch sind. oder oder oder... für 1 mio euro macht es durchaus sinn diese 1000 daten zu sammeln. Häufig kann man diese leute erkennen wenn sie über die grenze gehen. Nun mit ihnen bekannt machen, was für eine hübsche junge frau vllt garnicht so schwer ist. Und schon kommt man an daten. Ganz legal.

    Ich glaube 1000 schwarze schaffe legal zu finden unter 80 mio deutschen ist leichter als man denkt. Jetzt nur mal so vom gefühl her... wenn das 10 jahre dauert hätte sich das gelohnt... selbst wenns 20 oder mehr dauert...



  • eMpTy schrieb:

    Leprechaun schrieb:

    Shade Of Mine schrieb:

    Man hat damit einen Anreiz geschaffen Daten zu klauen.

    Nicht wenn man zum Schein auf den Handel eingeht, um an die Daten zu kommen und um den den Verkäufer umgehend ins Gefängnis zu befördern. Ist er nicht der Vortäter, kann er wegen Hehlerei belangt werden, ansonsten wegen Ausspähens von Daten oder Unterschlagung. Ein Anreiz zum Nachahmen dürfte damit ausgeschlossen sein.

    Blöde Frage aber von wem soll er den belangt werden? Von den Deutschen? Er hat gegen kein deutsches Recht verstoßen! Er hat gegen schweizer Recht verstoßen, somit ist es Sache der schweizer Justiz, nicht der deutschen Justiz.

    Er hat mindestens gegen das Schweizer Bankgeheimnis verstoßen, wofür ihm dort, wenn er Pech hat, eine sechsmonatige Freiheitsstrafe blühen könnte. Dafür, daß er sich zusätzlich noch an den ausgepähten Daten bereichern wollte, haben die "Chueschnäggler" sicherlich auch was auf Lager.


  • Administrator

    Abgesehen von der ganzen Diskussion ob es nun Recht ist oder nicht, diese CD zu kaufen (ich bin für das Kaufen, Festnahme, Auslieferung und Verwertung der Daten [alle haben was]), möchte ich die Administration bitten, ein wenig für Ordnung zu sorgen. Mir liegt nämlich etwas an diesem Forum und ich weiss nicht, ob hier ein paar sich sehr weit aus dem Fenster lehnen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Volksverhetzung
    http://de.wikipedia.org/wiki/Diffamierung

    Nur um so ein paar Stichwörter zu nennen. Es gibt irgendwo normalerweise eine korrekte Diskussionsebene. Ich nenne die Deutschen auch keine Nazis. Und es ist doch grundsätzlich die Aufgabe der Moderation, diesen korrekten Umgangston durchzusetzen. Ich habe nichts dagegen, wenn gewisse Leute uns meiner Meinung nach völlig idiotische und falsche Fakten an den Kopf werfen, dass zeigt schliesslich dann nur, dass die Person gar keine Ahnung hat. Aber Beschimpfungen gegen ein ganzes Volk? Und das mehrmals über mehrere Threads?

    Ich bitte um Stellungnahme der Administration.

    Grüssli

    PS: An die Diskussionsteilnehmer: Wie so oft betrifft es nur sehr wenige.



  • Ich kenne die Schweizer Gesetze diesbezüglich nicht und möchte auch niemanden diffamieren, aber...

    Habt Ihr Euch mal gefragt, was das überhaupt für Daten sind, an denen man offenbar sehen kann, dass es sich um Steuerhinterziehung handelt? Normale "Kontoauszüge" können es ja nicht sein. Daran wäre überhaupt nicht ersichtlich, ob das Geld versteuert wurde oder nicht.

    Es hat also jemand Daten von 1000 Deutschen "beschafft", die offenbar direkt belegen, dass es sich um Steuerhinterziehung handelt. Denn ich nehme mal nicht an, dass dieser Informant diese 1000 Deutschen persönlich kennt. Die Straftaten müssen sich also direkt aus den Daten herleiten.

    Wenn das aber für den Informanten aus den Daten direkt ersichtlich ist, dann ist es auch für die Bank direkt ersichtlich, von der die Daten kopiert wurden. Das bedeutet also, die Bank wusste bescheid über die Steuerhinterziehungen!

    Da ist es doch keineswegs verwunderlich, dass deutsche Steuerzahler verärgert sind über die Machenschaften dieser Bank. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass die Bank in der Schweiz ist. Bei einer deutschen Bank wäre es das gleiche.

    Daher - liebe Schweizer - kehrt doch erstmal vor der eigenen Haustür, bevor Ihr Deutschen Diffamierung vorwerft!

    Just my 2 cents



  • Dravere schrieb:

    PS: An die Diskussionsteilnehmer: Wie so oft betrifft es nur sehr wenige.

    Wem möchtest Du denn gern einen Apfel vom Kopf schießen? Sprich Dich nur aus. 🙄

    byto schrieb:

    Wenn das aber für den Informanten aus den Daten direkt ersichtlich ist, dann ist es auch für die Bank direkt ersichtlich, von der die Daten kopiert wurden. Das bedeutet also, die Bank wusste bescheid über die Steuerhinterziehungen!

    Sie tun es nicht aus Boshaftigkeit, oder aus hehren Zielen, um für Bankkunden Robin Hood zu spielen, sondern es ist ihnen völlig egal. Sie wollen sich einfach nur die Taschen füllen. Unser Reichtum beruht auch auf Ausbeutung von Geringverdienern, landesweit und international. Danach kräht auch kein Hahn.



  • Leprechaun schrieb:

    Er hat mindestens gegen das Schweizer Bankgeheimnis verstoßen, wofür ihm dort, wenn er Pech hat, eine sechsmonatige Freiheitsstrafe blühen könnte. Dafür, daß er sich zusätzlich noch an den ausgepähten Daten bereichern wollte, haben die "Chueschnäggler" sicherlich auch was auf Lager.

    Naja, letztendlich bleibt es aber doch das Problem der Schweizer und nicht der Deutschen. In Deutschland ist es afaik durchaus üblich einem Informaten schutz zu gewähren, auch wenn der Infromat eine Straftat begangen hat. Folglich wird man sich allein über den Punkt Jahre lang streiten können 😉

    Es fängt schon damit an wer eigentlich zwischen diesen beiden Ländern vermitteln soll. Die Schweiz ist nicht in der EU und letztendlich könnte das dann sogar zu einem Konflikt EU v Schweiz ausarten. Die Franzosen haben letztes Jahr dank so eines "Datenklaus" 3000 Steuersünder aus der Schweiz erwischt. Folglich gibt es da durchaus Konfliktpotential.
    Dann hätten wir noch die USA, die die gleichen Probleme mit der Schweiz bzgl Steuersündern haben etc pp

    Umgekehrt kann man natürlich auch die Schweizer verstehen. Das Bankengeheimnis bzw Banken machen einen großteil der schweizer Wirtschaft aus, man kämpft hier quasi um seine Existenz.



  • Kurze Frage:

    Da Deutschland ja nun Diebesgut gekauft hat, darf ich also auch Diebesgut kaufen.

    Ist ne interessante Grundsatzentscheidung gewesen. Ich muss also nur aufpassen dass die Ware im Ausland gestohlen wurde.



  • Ja klar, Hauptsache der Nachteil liegt nicht bei uns.


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