Wieso kommt bei der Kreisfläche r² vor?



  • Hallo!

    In meinem Buch wird die Kreisfläche mit Vielecken näherungsweise berechnet und man kommt auf diese Formel für doppelte Eckenzahl: f2n = r/ρn * fn. Weiter folgt eine Wertetabelle mit Werten:

    n | fn
    __________________
    3 | 1,299 * r²
    6 | 2,598 * r²

    Nur weiss ich nicht, wieso es jetzt r² heißt. In der oberen Formel gibt es kein r². Womit hängt das zusammen?

    Danke!



  • Die Fläche fn selbst ist von r2 abhängig. Die Zahl davor ist lediglich das Verhältnis der Fläche des Vielecks zu einer Flächeneinheit. Umso größer der Kreis, umso größer wird auch das innen liegende Vieleck.
    Die 1.299 sind dann 3/4*Wurzel(3). Das ist genau die Fläche eines gleichseitigen Dreiecks in einem Kreis mit dem Radius 1. Wird der Kreis größer wächst die Dreiecksfläche mit r2.

    Ich gehe mal davon aus, dass pn der Abstand einer Seite des Vielecks vom Kreismittelpunkt ist.



  • Werner_logoff schrieb:

    Die Fläche fn selbst ist von r2 abhängig.

    Wie denn bitte? Ich kann es einfach nicht herleiten. 😞 man berechnet doch immer mehr fläche durch verdoppeln der ecken. der radius r bleibt aber konstant und pn wird größer! warum heisst es dann auf einmal r² obwohl die fläche doch durch f2n = r/ρn * fn definiert wäre? 😞

    Werner_logoff schrieb:

    Ich gehe mal davon aus, dass pn der Abstand einer Seite des Vielecks vom Kreismittelpunkt ist.

    Ja, das meinte ich auch so.



  • Kreisjunge schrieb:

    Werner_logoff schrieb:

    Die Fläche fn selbst ist von r2 abhängig.

    Wie denn bitte? Ich kann es einfach nicht herleiten. 😞 man berechnet doch immer mehr fläche durch verdoppeln der ecken. der radius r bleibt aber konstant und pn wird größer! warum heisst es dann auf einmal r² obwohl die fläche doch durch f2n = r/ρn * fn definiert wäre? 😞

    Leite doch einfach mal f3 her. Schade, dass man hier kein Bild malen kann ...
    Der Schwerpunkt eines gleichseitigen Dreiecks dessen Ecken auf einem Kreis mit dem Radius r liegen, fällt wegen der Symmetrie auf den Mittelpunkt des Kreises. Der Schwerpunkt ist gleichzeitig Schnittpunkt der Seitenhalbierenden, die sich bekanntlich immer im Verhältnis 2:1 schneiden. Folglich ist 2/3 einer Seitenhalbierenden identisch zu r.

    Die Kantenlänge des Dreiecks sei s. Im gleichseitigen Dreieck ist die Höhe 1/2*Wurzel(3)*s - die Fläche ist demnach
    f3=1/2 * 1/2*Wurzel(3)*s * s = 1/4*Wurzel(3)*s2 (1)
    Die Höhe mit 1/2*Wurzel(3)*s ist identisch zur Seitenhalbierenden ist identisch zu 1,5r (s.o.)
    1/2*Wurzel(3)*s = 3/2
    r
    bzw.:
    s = Wurzel(3)r
    einsetzen in (1) ergibt
    f3 = 1/4*Wurzel(3)*3
    r2 = 3/4*Wurzel(3) * r2 ist etwa 1,299 r2

    Gruß
    Werner



  • Werner Salomon schrieb:

    Schade, dass man hier kein Bild malen kann ...

    schau mal unter wikipedia: kreis->kreisfläche.
    🙂



  • vielen dank, werner! 👍 die ersten paar sätze haben schon gereicht, danach hatte ich selbst alles auf dem papier. den wald vor lauter bäumen nicht gesehen.


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