FU Hagen: Wirtschaftsinformatik oder Informatik?
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Hallo,
ich interessiere mich für ein Studium der Wirtschaftsinformatik oder Informatik an der FU Hagen, kann mich aber nicht so recht entscheiden.
Ich bin Fachinformatiker und leidenschaftlicher Programmierer. Allerdings möchte ich nicht ewig programmieren. Mathematik macht mir Spaß, das ganze theoretische Informatikgedöhns mit den endlichen Automaten und formalen Definitionen finde ich aber nicht so spannend (abgesehen v. Compilerbau), genausowenig interessieren mich Sortieralgorythmen, ich bin dankbar, dass sie durch Frameworks/Libs gekapselt werden.
Vermutlich bringe ich also nicht das optimale Interesse für ein reines Informatikstudium mit, würde mich aber durchaus durchbeißenBeim Wirtschaftsinformatikstudium allerdings habe ich wiederrum Angst, dass das Studium so ein Mischmasch ist, und ich am Ende als jmd. betrachtet werde, der weder in der Wirtschaft noch in der Informatik wirklich gut ist. Vermutlich können die Wirtschaftsmodule auch teilweise recht langweilig sein.
Hier weiß ich also auch nicht genau, ob es das richtige ist.An der FU Hagen gibt es zwei Laufbahnen, die man einschlagen kann:
1. Informatik (B.Sc) -> Informatik (M.Sc) -> Garantierte Promotionsberechtigung
2. Wirtschaftsinformatik (B.Sc) -> Master of Computer Science -> Promotionsber. zumindest in HagenNach der Wi.Inf. kann man keinen M.Sc nachlegen. Ich frage mich aber, wie viel ein Master of Computer Science denn Wert ist und ob das wirklich vergleichbar zu einem M.Sc ist. "Mach' erstmal den Bachelor", werdet ihr wohl denken, aber man beachte, dass die Auswahl des Bachelorstudiums bereits den Masterstudiengang vorbestimmt!
Was ich von euch gern wissen würde, sofern das jmd weiß:
1. Hat ein Wi.Inf. gute Berufschancen?
2. Ist ein reiner Inf. auch in anderen Bereichen als der (reinen) Entwicklung willkommen?
3. Zählt ein M.Comp.Sc. ebenso viel wie ein M.Sc.?Gerne willkommen sind auch Erfahrungsberichte!!
Danke
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Fakt ist, daß man nur mit einem Bachelor Abschluss keine guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Das sollte man immer bedenken und man sollte IMMER einen Master Abschluss anstreben. ein 6-Semester Bachelor Studium ist einfach viel zu kurz, um eine anständige Ausbildung zu erhalten. Im Bachelor Studium wird alles auch nur äußerst oberflächlich behandelt. Mach dir mal keine Sorgen, viele Themen der Informatik, die einem, der Beschreibung nach, langweilig vorkommen, werden doch ganz interessant, wenn man erstmal angefangen hat, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. So ging es mir schon des öfteren in meinem Studium der techn. Informatik. Als ich den Katalog durchblätterte empfand ich viele Mathematik Vorlesungen, oder auch deine angesprochene theoretische Informatik Vorlesung/Algorithmen nicht sehr aufregend, aber nachdem man sich erstmal in das Thema eingearbeitet hatte, hat es mir doch Spaß bereitet.
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wenn du in informatik noch promovieren willst, würde ich den master of science bevorzugen.
prüfe, ob dir "die wirtschaft" bei der wirtschaftsinformatik liegt.
die beiden studiengänge unterscheiden sich in ihrer ausrichtung ziemlich.
darüber hinaus ist der wirtschaftsinformatik studiengang an der fernuni neu, da wird noch extrem dran geschraubt.informatik neben der arbeit studieren heißt: keine freizeit mehr.
sei dir dessen bewußt. es wird sich ein zwei wochen rhythmus einstellen, den du befolgen musst, um die prüfungen und klausuren dann auch zu bewältigen.wirtschaftsinformatik ist m.W. in den wirtschaftskursen aufgebaut wie die einschlägigen wirtschaftsstudien an der fernuni. dort ist ein kleines wenig mehr freiheit in den einsendungen/ausarbeitungen.
jedoch sind die informatikkurse ähnlich gestrickt wie bei den informatikern.geh nach interesse. ansonsten hält man/frau das nicht durch
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WI-oder-Inf schrieb:
Mathematik macht mir Spaß, das ganze theoretische Informatikgedöhns mit den endlichen Automaten und formalen Definitionen finde ich aber nicht so spannend (abgesehen v. Compilerbau), genausowenig interessieren mich Sortieralgorythmen, ich bin dankbar, dass sie durch Frameworks/Libs gekapselt werden.
klingt das nicht eher nach einem mathematikstudium?
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WI-oder-Inf schrieb:
Hallo,
ich interessiere mich für ein Studium der Wirtschaftsinformatik oder Informatik an der FU Hagen, kann mich aber nicht so recht entscheiden.
Ich bin Fachinformatiker und leidenschaftlicher Programmierer. Allerdings möchte ich nicht ewig programmieren.
Und was willst du später machen?
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besserwisser schrieb:
WI-oder-Inf schrieb:
Mathematik macht mir Spaß, das ganze theoretische Informatikgedöhns mit den endlichen Automaten und formalen Definitionen finde ich aber nicht so spannend (abgesehen v. Compilerbau), genausowenig interessieren mich Sortieralgorythmen, ich bin dankbar, dass sie durch Frameworks/Libs gekapselt werden.
klingt das nicht eher nach einem mathematikstudium?
wohl nicht. mathe besteht zum grössten teil aus theoriegedöns, definitionen, sätzen beweisen, etc. wer theoretische informatik unspannend findet, wird mit mathematik auch nicht glücklich werden.
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?????? schrieb:
Und was willst du später machen?
Ich habe sehr viel Spaß daran, Wissen zu vermitteln. Ich dachte vielleicht an eine beratende, schulische Tätigkeit... Möchte aber schon weiterhin in das Technische involviert sein. Modellierung von Anwendungsarchitekturen, aufbauen von Infrastrukturen für Tests, Deployment, Codeverwaltung;
Auf keinen Fall möchte ich aber 8 Stunden am Tag Code hacken, das mache ich jetzt schon
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Das hört sich sehr danach an als solltest du dich wenn möglich innerhalb deiner Firma fortbilden lassen, Lehrgang für Integratoren oder etwas anderes in der Richtung. Sprich evtl. mal mit deinem Vorgesetzten über deine Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Das mit dem Wissen vermitteln würde ich erstmal ein Stück zurückstellen, davor kommt nämlich, das Wissen erstmal selber zu erlangen, zu vertiefen und Praxiserfahrung zu sammeln. Wenn du dann ein Crack auf deinem Gebiet bist kommen sie in deiner Firma ganz von selbst darauf dass du das auch mal anderen vermitteln solltest
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@+fricky
ist deine alt-gr taste kaputt oder bist du ein anderer?
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Nö. Ich geh auf jeden Fall studieren. Ne interne Weiterbildung ist ganz sicher kein Ersatz dafür.
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ascda schrieb:
Fakt ist, daß man nur mit einem Bachelor Abschluss keine guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Das sollte man immer bedenken und man sollte IMMER einen Master Abschluss anstreben.
Dafür muss man aber erstmal seinen Bachelor mit einer guten Note schaffen, ansonsten wird man an keiner mir bekannten Uni für den Master zugelassen. Mindestens ne 2.0 sollte es sein. Sonst wars das nach dem B.Sc.
Informatik (B.Sc) -> Informatik (M.Sc) -> Garantierte Promotionsberechtigung
Der fett markierte Pfeil ist also durchaus kein Selbstläufer.
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besserwisser schrieb:
@+fricky
ist deine alt-gr taste kaputt oder bist du ein anderer?weder noch. ich nehme ab jetzt '+'. naja, aber du kannst nie sicher sein, ob ich's wirklich bin. jeder kann diesen nick verwenden, deinen übrigens auch.
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Minimee schrieb:
Dafür muss man aber erstmal seinen Bachelor mit einer guten Note schaffen, ansonsten wird man an keiner mir bekannten Uni für den Master zugelassen. Mindestens ne 2.0 sollte es sein. Sonst wars das nach dem B.Sc.
An der Fernuni gibts keine solche Beschränkung für die Zulassung zum Master.
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Minimee schrieb:
ascda schrieb:
Fakt ist, daß man nur mit einem Bachelor Abschluss keine guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Das sollte man immer bedenken und man sollte IMMER einen Master Abschluss anstreben.
Dafür muss man aber erstmal seinen Bachelor mit einer guten Note schaffen, ansonsten wird man an keiner mir bekannten Uni für den Master zugelassen. Mindestens ne 2.0 sollte es sein. Sonst wars das nach dem B.Sc.
Informatik (B.Sc) -> Informatik (M.Sc) -> Garantierte Promotionsberechtigung
Der fett markierte Pfeil ist also durchaus kein Selbstläufer.
und welche uni soll das sein?
die meisten haben eine mischung aus verschiedenen qualifikationen, natürlich spielt die note dabei eine rolle, ist aber kein k.o. kriterium, desweiteren
ist bekannt das unterschiedliche studiengänge auch zu verschiedenen abschlussnoten im durchschnitt führen, so dass ein pauschales 2.0 für manche eine herausforderung ist und für wieder andere selbstverständlich
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+fricky schrieb:
weder noch. ich nehme ab jetzt '+'. naja, aber du kannst nie sicher sein, ob ich's wirklich bin. jeder kann diesen nick verwenden, deinen übrigens auch.
das ist unser trauriges schicksal.
@Minimee
2,0? wer schafft das denn bitte? ich kann die leute an einer hand abzählen, die an meiner uni darunter lagen. ich hatte 2,2 und war einer der besseren damit.