Rechtsstaat? Österreich nicht wirklich



  • Naja, dass seit geraumer Zeit Männer und nicht Frauen diskriminiert werden ist jetzt ja nun nicht gerade eine Neuigkeit. Frauen haben eben eine Lobby, Männer nicht.



  • Ethon schrieb:

    Naja, dass seit geraumer Zeit Männer und nicht Frauen diskriminiert werden ist jetzt ja nun nicht gerade eine Neuigkeit.

    Bis auf ein paar wenige Ausnahmen kann ich das absolut nicht unterschreiben.



  • Männer müssen zum Militär, werden als Opfer von Gewalt nicht ernst genommen, ihnen werden bereits in der Schule durch für Mädchen ausgelegte Standards und Lehrpläne Zukunftschancen genommen, haben sehr schlechte Chancen auf das Sorgerecht ihrer Kinder und werden nun auch beruflich hinter schlechter performende Frauen gesetzt um abstruse Quoten zu erfüllen.

    Und wo werden Frauen politisch diskriminiert?



  • Ethon schrieb:

    ihnen werden bereits in der Schule...Zukunftschancen genommen...und werden nun auch beruflich hinter schlechter performende Frauen gesetzt um abstruse Quoten zu erfüllen.

    Genau! Eigentlich ist es für Männer unmöglich in der Schule was zu lernen, aber da wir so toll sind, werden wir trotzdem besser als Frauen, die dann aber dennoch unsere Jobs kriegen!
    Zum Militär muss übrigens niemand mehr. Dürfen, darf das aber jeder, auch Frauen.



  • Männer müssen in Österreich sehr wohl zum Heer bzw. zur Zwangsarbeit. Ist in Deutschland übrigens auch nur ausgesetzt und nicht abgeschafft.



  • Ethon schrieb:

    Männer müssen zum Militär,...

    In Österreich vielleicht, in Deutschland nicht und auch wenn es "nur" ausgesetzt ist, konnte man alternativ auf Zivildienst machen. Wenn eine Frau auch nur ein Kind bekommt, ist sie in der Regel mindestens genauso lange damit "ausgeschaltet" (Weder geht der Mann schwanger, noch kann er die Brust geben).

    Ethon schrieb:

    ...werden als Opfer von Gewalt nicht ernst genommen,...

    Als ob dies für Frauen wirklich anders ist (ich kenne ein paar Frauen an die man sich als Kind vergangen, oder zumindest bedrängt hat - ohne das es je konsequenzen gab)? Zudem dürfte die Gewaltquote gegenüber Frauen insgesamt merklich höher sein (ungeachtet das der andere Fall auch vorkommt).

    Ethon schrieb:

    ...ihnen werden bereits in der Schule durch für Mädchen ausgelegte Standards und Lehrpläne Zukunftschancen genommen,...

    Dann frage ich mich warum Frauen häufig wesentlich schlechtere Aufstiegsschancen haben, und zwar nicht durch ihre Berufswahl, sondern im gleichen Beruf bei gleichen Fähigkeiten. Ich kenne zwar auch die von dir angesprochenen Quoten...

    Ethon schrieb:

    ...und werden nun auch beruflich hinter schlechter performende Frauen gesetzt um abstruse Quoten zu erfüllen.

    ...dies kenne ich aber ausschließlich im öffentlichen Dienst oder innerhalb von Parteihirachien (Wenn es um Listenplätze geht).

    Ethon schrieb:

    ...haben sehr schlechte Chancen auf das Sorgerecht ihrer Kinder

    Das ist der einzige Punkt den ich wirklich bestätigen kann.

    Ethon schrieb:

    ...Und wo werden Frauen politisch diskriminiert?

    - Frauen werden bei gleicher Arbeit häufig merklich schlechter bezahlt.
    - Frauen mögen im Bildungsbereich besser aufgestellt sein, bei der Karieere stehen sie aber meist hinten an.
    - In vielen Ländern haben Frauen weniger Rechte (dies ist nicht nur auf islamische Länder beschränkt).
    - Frauen werden wesentlich häufiger Opfer von Gewalt.
    ...

    Ich bin keine Frau, blind bin ich aber auch nicht - und das obwohl ich einmal persönlich Nachteile einer Quote hatte (Was aber die absolute Ausnahme ist).



  • Meiner Meinung nach ist noch ein sehr großer Unterschied zwischen Wunschkind austragen und Zwangsarbeit.
    Sag doch mal Quellen. Bezüglich der schlechteren Bezahlung von Frauen bei gleicher Leistung und dass Männer seltener Opfer von Gewalt werden.

    Habe ich schon erwähnt dass Frauen in Österreich auch ganze 5 Jahre früher in Rente dürfen obwohl sie länger leben und die härtesten Jobs wohl zweifelsfrei von Männern ausgeübt werden?



  • asc schrieb:

    Dann frage ich mich warum Frauen häufig wesentlich schlechtere Aufstiegsschancen haben, und zwar nicht durch ihre Berufswahl, sondern im gleichen Beruf bei gleichen Fähigkeiten.

    Tja, weil man nicht mehr an die gleiche Leistung bei gleichen Noten glaubt. Wenn Du Fähigkeiten durch Noten definierst, sind die Frauen benachteiligt. Wenn Du Fähigkeiten durch Leistung definierst, sind Männer benachteiligt. Das kommt am Ende daher, daß sich in der Bildung keiner dem leistesten Vorwurf aussetzen will, Frauen zu benachteiligen. Die individuellen Lehrer geben 1-2 Noten Bonus für Frauen. Verordnungen werden männerdiskriminierend mißinterpretiert. Die Verordnungen selber werden männerdiskriminierend verfaßt. Und die Lehrpläne auch und Prüfungsordnungen auch. Nur um was eigentlich offensichtliches zu verbergen. Private Arbeitgeber (also wo Fehler dem Entscheider weh tun) fallen zweimal, dreimal, fünfmal drauf rein aber irgendwann lernt's jeder.



  • Ethon schrieb:

    Meiner Meinung nach ist noch ein sehr großer Unterschied zwischen Wunschkind austragen und Zwangsarbeit.
    Sag doch mal Quellen. Bezüglich der schlechteren Bezahlung von Frauen bei gleicher Leistung und dass Männer seltener Opfer von Gewalt werden.

    Erste Treffer bei google:
    frauen verdienen nur halb so viel wie Männer (bezieht sich zwar auf Deutschland, glaube aber nicht das in Österreich dies viel anders ist)
    Gewalthandlungen und Gewaltbetroffenheit von Frauen und Männern (sofern es um häusliche Gewalt und Sexualstraftaten handelt, sind Frauen in der Regel das Opfer)
    ...

    Zum Gehaltsunterschied ist natürlich anzumerken, das Frauen häufiger schlecht bezahlte Berufe wählen, und häufiger Teilzeit arbeiten. Ich kenne aber einige Chefs die per es eher einen Mann einstellen, sofern die Frau noch nicht alt ist ("Im Alter gehen sie nich schwanger"). Eine Gleichstellung kenne ich eigentlich fast nur aus dem öffentlichen Dienst (wo dann auch meist Quoten ins Spiel kommen).



  • asc schrieb:

    - Frauen werden bei gleicher Arbeit häufig merklich schlechter bezahlt.

    Ethon schrieb:

    Sag doch mal Quellen.

    asc schrieb:

    Erste Treffer bei google:
    frauen verdienen nur halb so viel wie Männer (bezieht sich zwar auf Deutschland, glaube aber nicht das in Österreich dies viel anders ist)
    [...]
    Zum Gehaltsunterschied ist natürlich anzumerken, das Frauen häufiger schlecht bezahlte Berufe wählen, und häufiger Teilzeit arbeiten. [persönliche Anekdote, die statistisch irrelevant ist]

    Und jetzt bitte noch eine Quelle, die zur ursprünglichen Aussage passt.

    Eine Gleichstellung kenne ich eigentlich fast nur aus dem öffentlichen Dienst (wo dann auch meist Quoten ins Spiel kommen).

    Was hat es mit Quoten zu tun, dass in den Tarifverträgen des Öffentlichen Diensts keine Unterscheidung zwischen Männern und Frauen gemacht wird?



  • @pointercrash(): Mein Beileid, ich bin selbst mehrfacher Familienvater und auch Stiefvater und kann deine Sorge um die Kinder gut nach voll ziehen. Mensch, mit der Frau hast du ja wirklich ins Klo gegriffen. Leider kommt man gegen eine Mutter nur schwer an. Ein Freund von mir wollte auch seine eigene Tochter von der drogenabhängigen Mutter weg bekommen und hatte hier in DE keine Chance.

    Bei einem anderen Fall, der auch öffentlich wurde, wurde einer Oma und einem Opa der Enkel weggenommen, obwohl es ihm bei den Großeltern prächtig ging. Die leibliches Mutter hatte ihren Willen durchgesetzt und nun geht der Junge bei ihr den Bach runter. Die Großeltern haben alles versucht den Jungen nach Hause zu holen, aber leider ohne Erfolg.

    Gerechtigkeit und Gericht passt nicht immer zusammen. Das kann man manchmal ändern, wenn man vieeeeeel Geld für Top-Anwälte, Detektive etc. hat.



  • volkard schrieb:

    asc schrieb:

    Dann frage ich mich warum Frauen häufig wesentlich schlechtere Aufstiegsschancen haben, und zwar nicht durch ihre Berufswahl, sondern im gleichen Beruf bei gleichen Fähigkeiten.

    Tja, weil man nicht mehr an die gleiche Leistung bei gleichen Noten glaubt. Wenn Du Fähigkeiten durch Noten definierst, sind die Frauen benachteiligt. Wenn Du Fähigkeiten durch Leistung definierst, sind Männer benachteiligt. Das kommt am Ende daher, daß sich in der Bildung keiner dem leistesten Vorwurf aussetzen will, Frauen zu benachteiligen. Die individuellen Lehrer geben 1-2 Noten Bonus für Frauen. Verordnungen werden männerdiskriminierend mißinterpretiert. Die Verordnungen selber werden männerdiskriminierend verfaßt. Und die Lehrpläne auch und Prüfungsordnungen auch. Nur um was eigentlich offensichtliches zu verbergen. Private Arbeitgeber (also wo Fehler dem Entscheider weh tun) fallen zweimal, dreimal, fünfmal drauf rein aber irgendwann lernt's jeder.

    Menno, volkard, warum muß ich Deine Beiträge bis zu fünfmal lesen, bevor ich vom Ärgern 😡 zum Smile 🙂 kommen kann? Inspiered answer: Too stupid. 😃
    Ich hatte im Studium eine Praktikumspartnerin, so ein typisches bayerisches Urvieh, wir waren mal die Letzten bei der Eintragung in die Praktikumslisten, damit zwangsvermählt, danach waren wir immer die ersten. Es ging nie weiter, hatte auch keiner das Interesse daran. Aber fachlich haben wir einander mehr als geschätzt. Und ich versichere euch, daß sie niemals auf eine Frauenquote gehofft hatte.

    Nur entfernen wir uns über die Frauenquote aus dem Thema.
    Ertragt noch einen Post von mir 😉



  • Logn schrieb:

    @pointercrash(): Mein Beileid, ich bin selbst mehrfacher Familienvater und auch Stiefvater und kann deine Sorge um die Kinder gut nach voll ziehen. Mensch, mit der Frau hast du ja wirklich ins Klo gegriffen. Leider kommt man gegen eine Mutter nur schwer an. Ein Freund von mir wollte auch seine eigene Tochter von der drogenabhängigen Mutter weg bekommen und hatte hier in DE keine Chance.

    Bei einem anderen Fall, der auch öffentlich wurde, wurde einer Oma und einem Opa der Enkel weggenommen, obwohl es ihm bei den Großeltern prächtig ging. Die leibliches Mutter hatte ihren Willen durchgesetzt und nun geht der Junge bei ihr den Bach runter. Die Großeltern haben alles versucht den Jungen nach Hause zu holen, aber leider ohne Erfolg.

    Gerechtigkeit und Gericht passt nicht immer zusammen. Das kann man manchmal ändern, wenn man vieeeeeel Geld für Top-Anwälte, Detektive etc. hat.

    Ja, aber es geht nicht nur darum, obwohl mir mein Kind das Wichtigste wäre.

    Es gibt vom Obersten Gerichtshof, Einzulesen unter OGH, 11.06.2012, 1Präs 2690-2113/12i einen "Faulpelzbescheid" bezüglich der Staatsanwaltschaft.
    Heißt, wenn die Staatsanwaltschaft keine Lust hat, kann sie die Aufnehmung wegen Ermangelung eines "Anfangsverdachts" das gesamte Verfahren ohne Ermittlung ohne Einspruchsmöglichkeit zurücklegen.

    OK, stellt euch sowas vor, ihr werdet rausgeschmissen, man muß ein Auto hinterlassen, hinter dem Rücken wird die Kiste zerklopft und auf den Schrott gegeben, die Polizei erhält das Betriebsgeländeverbot aufrecht und die Staatsanwaltschaft verweigert jegliche Ermittlungen. War zwar jetzt kein Auto, sondern was viel Wertvolleres, aber ihr würdet euch auch schon über ein verlorenes Auto ärgern.

    ÖMM - Österreich macht's möglich. Die haben in meinen Augen nicht mehr in der EU zu suchen, als Ungarn.


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