Studiengebühren - bringts was?
-
Hi,
auch auf die Gefahr das GPC den Löschhammer schwingt, da ich angesprochen werde antworte ich doch noch mal.
Wenn ich mir hier so die einzelnen von den Gebühren getätigten Leistungen angucke, teils gut, teils nur neue Bürokratie.
Ziel des Studiums ist immer ein Maximum an Qualifikation sowie ein Maximum an Qualität und Quantität der Wissensvermittlung.
Wenn mehr Gastvorträge und zusätzliche Mentoren sowie Tutoren bereitgestellt werden, dann ist das ein eindeutiger Qualitätsgewinn. Denn das was die bringen (so sie ihr Geld wer sind) kann ich nicht allein gegen Cash irgendwo kaufen. Auch sinnvolle studentische Projekte würde ich hierzu zählen.Wenn jedoch Taschenrechner und Studentencafés... damit finanziert werden, dann verkommt die Uni zur Einkaufsgenossenschaft. Taschenrechner kann man sich auch selber kaufen und im Café auch einen reellen Preis bezahlen. Dazu muß ich nicht erst 500€ abdrücken.
Über alles mag sich ein Studium in D nicht unbedingt wirklich rechnen, aber zweimal das gleiche ist doch nicht das gleiche. Sicher, auch für den Nichtstudierten gibts Lohnsteigerungen, aber geringer und am Ende des Lebens mit nachlassender körperlicher Leistungsfähigkeit droht Arbeitslosigkeit.
Für den der ein Studium absolviert fängts dagegen weit unten, ggf. im Minus an, geht dann aber immer weiter richtung nach oben. Für mich die angenehmere Alternative mit schönerem Blick in die Zukunft.
Außerdem sind dort wo Studien sehr teuer sind (siehe USA) auch die Unterschiede zwischen studiert und nichtstudiert in den Einkommen wesentlich höher.Für die Einflussmöglichkeiten der Studenten auf die Studienqualität ist es schon erheblich, ob man als Klasse das Gehalt des Dozenten bezahlt, oder nur dessen Brillenputztücher. Ebenso ist es mit der Bereitschaft, sich schlechten Untericht durch schlechte oder unwillige Dozenten gefallen zu lassen.
Gruß Mümmel
-
Wenn jedoch Taschenrechner und Studentencafés... damit finanziert werden, dann verkommt die Uni zur Einkaufsgenossenschaft. Taschenrechner kann man sich auch selber kaufen und im Café auch einen reellen Preis bezahlen. Dazu muß ich nicht erst 500€ abdrücken.
Sehe ich ähnlich. Allerdings muß man hier auf Ursache und Wirkung schauen. Es wurde vielerorts auf politischer Ebene entschieden: Wir brauchtn Studiengebühren in Höhe von 500 euro. Dass davon nun Taschenrechner bezahlt werden, ist mehr oder weniger die einzige Möglichkeit, die den Fakultäten bleibt, wenn sie etwas von dem Geld an die Studierenden zurückgeben möchten. Solche Sachen waren jedenfalls nicht Grund für die Erhebung von Studiengebühren.
-
muemmel schrieb:
Für die Einflussmöglichkeiten der Studenten auf die Studienqualität ist es schon erheblich, ob man als Klasse das Gehalt des Dozenten bezahlt, oder nur dessen Brillenputztücher. Ebenso ist es mit der Bereitschaft, sich schlechten Untericht durch schlechte oder unwillige Dozenten gefallen zu lassen.
Eben nicht. Was kann ich denn konkret jetzt tun, was vorher nicht ging? Erklärs mir.
Und meine Bereitschaft, mir schlechten "Unterricht" gefallen zu lassen, war auch vorher nicht anders ausgeprägt als sie es jetzt ist.
-
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,583382-2,00.html DAS ist mal ein gescheiter Prof
-
"Lehrstuhl für Marketing"
Weiter les ich nicht, nö.
-
auch wenn ich grad den Split versemmelt hab, hier könnt ihr über Pro/Contra der Studiengebühren diskutieren: http://www.c-plusplus.net/forum/viewtopic-var-t-is-224516.html
-
DAS ist genau meine Meinung zu studiengebühren: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,583382,00.html
-
-
Das hier
http://www.tagesschau.de/inland/studiengebuehren100.htmlWar schon bei der Einführung zu erwarten!!!
-
Jo das war klar. Man brauch ja bloß mal nach GB schauen. Dort ist das Schulsystem auch mehr oder weniger zu einem elitären System verkommen. Ich bin froh, dass ich mein Studium schon fertig habe
-
Macht doch mal privat eine Ausbildung, da wisst Ihr was es kosten kann. Ich hab zum Beispiel fuer einen MOC Kurs mal 2600 Euro (3 Tage) gezahlt. Dazu die Pruefung mit 160 Euro... Und wenn der Dozent dann am ersten Tag seine halbe Lebensgeschichte erzaehlt, kommt mir doch echt der Kaffee hoch!
Ivo
-
Da vergleichst du Äpfel mit Birnen. In dem Artikel auf tagesschau.de wird vor allem festgestellt, dass bestimmte Abiturientengruppen durch die Studiengebühren von einem Studium abgeschreckt werden. Die Alternative dazu sind keine eigenartigen Microsoft-Kurse, sondern eine (betriebliche) Ausbildung.
Da sagen dir dann Mama und Papa, so eine Ausbildung ist gut (haben sie ja auch gemacht) und "da hat man was", man bekommt sogar etwas Geld (der Nachwuchs liegt den Eltern weniger auf der Tasche) und die Ausbildung ist sogar noch kürzer als ein langes, theoretisches Studium, welches die Eltern sowieso nicht verstehen.
Sind Mama und Papa dagegen Akademiker, erkennen sie den Wert eines Studiums, prügeln notfalls das Kind durch Gymnasium (egal, ob es da was zu suchen hat oder nicht) und bezahlen die Studiengebühren.
(Meine Eltern haben beide studiert und meine Studiengebühren bezahlt. Nur durchs Gymnasium wurde ich nicht geprügelt, das lief ganz anständig. Fair ist aber trotzdem anders...)
-
Ivo schrieb:
MOC Kurs mal 2600 Euro (3 Tage)
867 Euro/ Tag- Wow, so teuer ist nicht mal der Einstieg bei der Scientology Church
.
Und wenn der Dozent dann am ersten Tag seine halbe Lebensgeschichte erzaehlt, kommt mir doch echt der Kaffee hoch!
Ivo
Dann hätte ich mich massiv beim Veranstalter beschwert und die Gebühr zumindest für diesen Tag zurückgefordert.
-
Klar die MOC Kurse sind natuerlich nicht alles, die hab ich so nebenbei gemacht.
Waren aber gut zur Pruefungsvorbereitung. So ein MCSE macht sich doch in der Bewerbung immer ganz gut.
Beschwerde beim Veranstalter bringt rein gar nix, es ist dem Trainer ueberlassen, wie er den Unterricht gestaltet. Dazu muss man die Kurse auch im voraus zahlen.Ivo
-
mammamia;
-
Ivo schrieb:
Ich hab zum Beispiel fuer einen MOC Kurs mal 2600 Euro (3 Tage) gezahlt.
was ist ein MOC kurs? wofür braucht man das?
-
mammamia;